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Die Geschichte unseres Banners


Das Banner der Freien Landsmannschaft Markomannia zu Karlsruhe
 
 
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Im Jahr 1921 wurde vom Altherrenverband unter der damaligen Leitung unseres unvergessenen späteren Ehrenburschen Heinrich Handloser v. Lord die Anschaffung eines Banners für unseren Bund beschlossen. Ob es damals für diese große Anschaffung einen Spender gab, lässt sich leider heute nicht mehr ermitteln. Bei einer festlichen Kneipe wurde dieses Banner am 14. Januar 1922 eingeweiht. Die amtierenden Chargen waren:

Senior Karl Kist v. Jack, Contra Alfred Riegger v. Stromer und Fuchsmajor Wilhelm Kaucher v. Strolch

Als Karlsruhe in den letzten Kriegsmonaten von den Alliierten bombardiert wurde, stand auch unsere damalige Konstante "Kühler Krug" in Flammen und unser gesamtes Inventar, das in einem dortigen Geschäftszimmer gelagert war, drohte zu verbrennen. Bundesbruder Wilhelm Jäckle v. Plembe, der nicht zum Kriegsdienst eingezogen war, rettete viele, leider nicht alle, Archivalien samt dem Banner und verwahrte diese Sachen bis Kriegsende. Als sich die Markomannia nach dem Krieg wieder zusammengefunden hatte, wurde BB Plembe, auch wegen dieser Aktion, im Jahr 1954 zum Ehrenburschen ernannt.

Das Banner wurde wegen inzwischen fortgeschrittener Verschleißerscheinungen, im Sommersemester 1961 in der Fahnenfabrik Thomas in Speyer restauriert, wobei die wertvollen alten Stickereien auf neues Fahnentuch übertragen wurden.

In den 1970er Jahren, als die Markomannia Geld für den Aus- und Umbau des neuerworbenen Markomannenhauses benötigte, kam man auf die Idee, kartonierte Drucke einer Schwarz-Weiß-Fotografie des Wappens auf dem Banner für je 50,- DM als Spendenbaustein zu verwenden. Erneut litt das Tuch des Banners in den 1980er Jahren. Da bot sich die Ehefrau Elli unseres BB’s Fässl an, das Banner in Eigenregie und unentgeltlich wiederum auf neues Tuch zu übertragen. Karl-Dieter Mollinè v. Fässl, corporiert bei der St.V. Teutonia Chemnitz zu Gummersbach, war erst einige Semester vorher in den AHV der Markomannia aufgenommen worden, nachdem er zuvor Verkehrsgast war. Elli war handwerklich sehr geschickt und diese zweite Renovierung war dadurch für die Markomannia finanziell recht günstig. Elli wurde dafür am 89. Stiftungsfest im November 1982 mit einem Sektzipfel geehrt.

Noch eine kleine Episode am Rande: Für Bundesbruder Albert Steinmeier v. Promo hat Elli zu Weihnachten eine "Markomannen-Socke" in rot-weiß-grün gestrickt und ihm diese als Geschenk übergeben.

Als im Winter 2001/2002 das Dach unseres Kneipraumes undicht wurde, rann Wasser an den Wänden herunter und zersetzte den Putz. Da es versäumt worden war, das wertvolle Banner aus dem Schaukasten herauszunehmen, wurde dieses durchnässt und bekam Wasserränder auf dem Tuch, die recht bald zur Zersetzung des Stoffes führten. Noch einige Jahre musste die Markomannia mit dem nun erneut stark beschädigten Banner leben, bis sich durch eine Initiative unseres Bundesbruders Günter Gottwald v. Neptun Spender fanden, die eine dritte Sanierung ermöglichten.

BB Volker Tänzel v. Funzel, der die Verhandlung mit der Fahnenfabrik geführt hatte, kümmerte sich danach auch sehr engagiert um die Abwicklung der gesamten Aktion. Von recht geschickten Mitarbeiterinnen der Fahnenfabrik Karlsruhe wurden im Sommer 2010 zum dritten Mal die gesamten Stickereien auf neues, diesmal hochwertiges, Bannertuch übertragen, und auch die Tressen um das Banner wurden erneuert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf über 4.000.- Euro und man darf durchaus bemerken, dass die Arbeiten in einer hervorragenden Qualität ausgeführt wurden. Erstmals am 117. Stiftungsfest im November 2010 konnten sich alle anwesenden Bundesbrüder über diese sehr gut gelungene Renovierung freuen.

Nun dürfen wir hoffen, dass dieses historische Banner unserer Freien Landsmannschaft Markomannia das einhundertste Jahr seiner Geschichte im Jahr 2022 weit überleben darf, was wir uns natürlich auch von unserer Verbindung selbst erwünschen.

Im Februar 2011
Siegfried Daubenschmidt v. Baby