^Back To Top

Bayerntreff in Coburg
9. - 12.5.1.2013

  • Bayerntreff-2013_07
  • Bayerntreff-2013_04
  • Bayerntreff-2013_11
  • Bayerntreff-2013_05
  • Bayerntreff-2013_12
  • Bayerntreff-2013_06
  • Bayerntreff-2013_01
Die saubere und gastfreundliche Altstadt war durch einen schönen Park vorbei an alten Villen gut zu Fuß zu erreichen. Coburg ist eine Stadt der Korporationen, denn wir wurden mit unserem Couleurband öfters freundlich angesprochen, auch weil zum CC Pfingst-Kongress viele Korporierte erwartet werden.

Mit dem Gruppenticket fuhren wir hinauf zur Veste von der wir die schöne Aussicht auf Coburg und die umliegenden Berge genießen konnten. Nach einem Rundgang durch die Burganlage und der Stärkung in der Burgschänke wanderten wir durch den Park zurück zur Altstadt.

Vor dem Abendessen hielt uns der für den nächsten Tag engagierte Stadtführer im Brauhaus einen interessanten, fundierten Vortrag über die Geschichte der Stadt im Doppelherzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Hier lebten z.B. berühmte Persönlichkeiten wie der Walzerkönig Johann Strauss und der Prinzgemahl Albert der englischen Königin Viktoria. Mit der „Heiratsoffensive“ führte das Herzogtum zu zahlreichen familiären Bindungen in Europa, die den Schutz der Stadt vor kriegerischen Verwüstungen erklären lassen. Aus dem umfangreichen Bericht fällt mir folgende Begebenheit ein: Eine Bürgerabstimmung in den 20er Jahren brachte Coburg zu Bayern und damit nach dem Krieg zum Westen und nicht zur SBZ.

Heute ist die attraktive Universitätsstadt u. a. Wirtschaftsstandort für Maschinenbau, Automotive-, Spielwaren-, Möbel- und Kunststoff- Industrie und mit Förderprogrammen interessant für Studenten wegen Dualer Studiengänge und Vorteilen für junge Familien.

Bei der Stadtführung am Freitag konnten wir viele Details aus dem Vortrag wiedererkennen. Treffpunkt war bei der Bronzefigur „Gurken-Alex“, einem kleinwüchsigen Gurkenverkäufer, der 12 normalwüchsige Kinder hatte. Der Stadtführer öffnete uns die Türen zum Rathaus und wir konnten im Standesamtsaal auf Original- Sesseln Platz nehmen und auch den großen, historischen Sitzungssaal bewundern. Hier werden u. a. die Original- Banner der Deutschen Sänger- und Turnerschaft sowie Embleme des Coburger Konvents ausgestellt. Das Stadtwappen zeigt den Mohrenkopf des heiligen Mauritius der auch auf den Gullydeckeln zu sehen ist. Die Besichtigungen der Moritzkirche und der Trauungskirche im Schloss Ehrenburg waren beeindruckend. Viele Anekdoten, wie z.B. der Glasscherbenbrauch am Casimirianum Gymnasium oder die Coburger Knödel- Größe in den Händen von Adam und Eva an der Moritzkirche, lockerten seinen Vortrag immer wieder auf.

Am Abend besuchten wir das Broadway Musical „Ein Käfig voller Narren“ im historischen Landestheater.

Am Samstag ging es in die Klosterkirche Banz. Wir bewunderten die Fresken, die Orgel und das Chorgestühl der Mönche in dem wir Platz nehmen durften. Heute ist das Kloster auch bekannt durch die CSU Klausuren. Das gute Mittagessen mit fränkischen Spezialitäten und Bier in der Scheffelstube war sehr gut. Am Nachmittag wollten wir noch in die Basilika Vierzehnheiligen besichtigen aber durch eine der vielen Wallfahrten wurde uns nur ein Blick in den wunderbaren Innenraum gewährt.

Das festliche Abendessen in der Goldenen Traube war von BB Cäsar ebenfalls gut vorbereitet und ein weiterer Höhepunkt des Treffens.

Wer am Sonntag nach dem Frühstück nicht gleich nach Hause fahren musste, traf sich im Europäischen Museum für moderne Glaskunst beim Schloss Rosenau und hatte das unerwartete Glück, Künstlern bei Glasklang- Erlebnissen zu lauschen.

Wir danken unserem EB Neptun und BB Cäsar, der für uns das Bayerntreffen in Coburg vom 9. bis 12. Mai 2013 mit diesem abwechslungsreichen Programm ausgerichtet hat. Es darf sich in die Liste von BB Uhu als das 27. Treffen anschließen. Unsere Aktiven konnten nicht teilnehmen, da sie an diesem Wochenende ein Fußballturnier in München bestritten.

Euer BB Käpsele, M!

     
Hubert Madeja v. Käpsele