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Ausflug nach Großvillars im Kraichgau zur Weinprobe im Kelterhof

18.10.2014

Petrus meinte es gut mit uns bei dem Weinausflug mit Geologieführung in den Weinberg im Kraichgau.

Was wir allerdings von dem KVV nicht sagen konnten, denn es wurden auch S-Bahnen bestreikt und wir wollten doch die Autos zu Hause lassen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Immerhin betraf das 11 Personen.

Aber BB Promo behielt klaren Kopf und organisierte kurzerhand die Pkw-Mitfahrmöglichkeiten. Und so trafen wir uns alle, 21 Personen, darunter 5 Aktive, 6 AHAH mit Ehefrauen, Freundinnen und weiterem Anhang, vor dem Kelterhof. Gleich zum Auftakt konnten wir den hauseigenen Secco probieren.

Bei dem herrlichen Wetter sollte die Verkostung im Weinberg sein und darum bekam jeder als besonderen Gag ein Stoffbeutelchen mit Weinglas umgehängt.

Und los ging es zum nicht weit entfernten Weinberg der Familie Schäufele und der Hausherr, Herr Armin Schäufele, erzählte sehr anschaulich, was den ökologischen Weinbau ausmacht.

Chemie kommt nicht zum Einsatz, Ausnahme ist Kupfer, das in kleinsten Mengen, im Gegensatz zum konventionellen Weinbau, benutzt wird. Diese kleine Menge wird vom menschlichen Körper toleriert, weil er auch Anteile davon als Spurenelement hat. Und diese Spurenelemente sind lebenswichtig.

Wir untersuchen die Bodenbeschaffenheit mittels Spatenprobe. Armin Schäufele zeigt die Bedeutung des Bodens als Standort und Nährstoffquelle für die Rebe auf. Der Bio-Winzer zeigt auf wie wichtig eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung im biologischen Weinbau ist.

Dabei wird auf ein gesundes Bodenleben geachtet und entlang der Rebenzeilen eine bunte Mischung von Pflanzen ausgesät, die die Nützlinge anlocken, um Schädlinge von den Trauben fernzuhalten.

Schwer haben es die Winzer seit kurzem mit der asiatischen Kirschessigfliege. Sie kam durch Importe nach Europa, bereits 2011 in Deutschland gesichtet. So saugt sie die gesunden Beeren aus und vermehrt sich unheimlich schnell. Es gibt in unserem Ökosystem keine natürlichen Feinde, die ihr den Garaus machen können. So haben die Winzer dieses Jahr Verluste einstecken müssen, vor allem bei den dünnwandigen Traubensorten.

Nun war eine 2. Weinprobe fällig, es gab einen leckeren Riesling oder einen sehr einfachen Roten.

Noch etwas fand ich gut zu wissen: Der gewollte Pflanzenbewuchs an den Rebreihen muss etwa 2-3 mal im Jahr auf eine gewisse Höhe reduziert werden, damit eine gute Belüftung gewährleistet ist, um Mehltau und Schimmelbildung zu vermeiden.

Auf der nächste Stelle des Weinbergs angekommen, hatten wir einen weiten Rundumblick auf Weinreben, Felder, Wald und sogar auf Burgen des Kraichgaus. Und hier schmeckte uns als dritte Sorte ein vollmundiger Spätburgunder.

Beschwingt ging es wieder abwärts zum Kelterhof, wo wir unter einer reichhaltigen Karte je nach Appetit feine Köstlichkeiten auswählen konnten.

Mir hat es sehr gefallen wieder einmal in einem kleinen Rahmen in der Markomannen-Familie zu sein, mit Bundesschwestern und -brüdern zu reden und auch einige junge Markomannen kennen zu lernen.

Welch eine Altersbandbreite zwischen 23 (Senior Hacker) und 88 Jahren (BB Lurch ab Dez.)!

Schön war`s, danke Promo für Deine Initiative, es war ein gelungenes Miteinander an einem schönen Ort.



Ingeborg Ebel
Frau von BB Lurch